NMS_L

Wettbewerb | 1. Preis

2016 - 2018 | Villach | Kärnten

Bauaufgabe:
Auftrag:
Status:
Leistung:

WB Umbau NMS Lind
WB 1. Preis
in Planung
LPH 1 - LPH 7

Architektur:
Mitarbeit:
Bauleitung:
Bild:

okai - ARGE mit Arch. Werner Thurner
Meier, Wallner, Kreuter, Thurner, Thalmann
BM Oberrauner Herwig
okai

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NMS_L


Realisierungswettbewerb Um- /Rückbau/ Sanierung der Neuen Mittelschule (NMS) Lind

Entwurfskonzept:

 

Situation

Der Bestandsbau mit seinem vier geschossigen, ost-west orientierten Hauptbaukörper bildet mit dem südlichen zweigeschossigen Zubau eine T-förmige Struktur, welche von Süden aufgeschlossen wird.

Der Raum vor dem Gebäude wird dadurch geteilt. Es besteht ein prominenter Eingang, der den Platz vor dem Gebäude in zwei Freibereiche mit unzureichender Qualität teilt.

 

Intervention 1 - Klarer Baukörper - einladender Zugang - thematische Hofbildung

Der markante Hauptbaukörper mit seinen vier Geschoßen und der, im Grunde klaren, funktionellen Struktur soll freigestellt werden und einen entsprechend großen Raum im Süden erhalten.

Durch die neue innere Organisation der Funktionen kann der südliche Zubau im EG und 1. OG abgebrochen werden. So entsteht ein ansprechender, sich über die ganze Gebäudelänge erstreckender Freiraum vor der Schule.

 

Die Höfe.

Der Freiraum wird durch den am Turnsaal situierten, als einladender Campus formulierten Zugang in zwei Höfe geteilt.

Der westliche Hof wird von den neu errichteten Fahrradabstellbereichen und dem Zugang begrenzt und dient als Pausenhof und Freibereich.

Der östliche Hof, der zwischen den Schulen bzw. Kindergarten situiert ist dient als Sporthof.

 

Intervention 2 - Interne Struktur - klare Querverbindungen - Fluchttreppen

Der längsgestreckte Baukörper mit seinen 2 Treppenhäusern und den beiden Klassenflügeln ist in seiner inneren Erschließung nur im EG klar erfassbar. In den oberen Geschoßen gibt es keine klaren Verbindungen.

Der Bereich zwischen den Treppenhäusern wird entkernt und völlig freigespielt. So kann eine horizontale Verbindung der Geschoße errichtet werden und die Treppenhäuser können zu funktionierenden Brandabschnitten ausgebildet werden.

 

Intervention 3 - Öffnen des Erdgeschoßes zu den Höfen - VERANDA

Im Eg wird zusätzlich zu der Eingangsrampe bzw. dem überdachten Eingangsbereich südseitig eine überdachte "Veranda" bzw. eine Terrasse angebaut. So entsteht die Möglichkeit, aus den Allgemeinbereichen wie Aula oder der Ganztagesbetreuung direkt in die Höfe zu gelangen. Der Außenraum kann in den Tagesablauf mit einbezogen werden.

 

Funktionales Konzept:

 

Hirn - Herz + Beine

Die Strategie der funktionalen Gliederung zielt auf eine sehr klare, geordnete Struktur:

 

Erdgeschoß: - Raum der Bewegung und Begegnung

Im Eg finden sich alle Bereiche, die im direkten Wechselspiel mit Drinnen und Draußen gefordert werden.

 

1.OG

Hier wird die Schulleitung - als Herz der Schule - angesiedelt. Auch für die Eltern eine leicht erreichbare Ebene. Es sind alle Wege zu den Unterrichtsräumen, gemessen vom UG bis zum 3.OG annähernd gleich.

 

2.OG + 3.OG

Hier werden die zwölf Klassen und die Gruppenräume situiert. Je Schulstufe gibt es immer einen Gebäudeflügel für die Gleichaltrigen.

 

Fachräume

Diese befinden sich "zwischen" den Klassentrakten bzw. im 1.OG. Alle Unterrichtsräume wurden bewusst  in die Obergeschoße gelegt, wobei die Küche dabei die Ausnahme bildet.


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