WB WA Velden Unterjeserz

Wettbewerb | 1. Preis

2019 | Velden I Unterjeserz | Kärnten

Bauaufgabe:
Auftrag:
Status:
Leistung:

Wohnanlage mit 17 WE + 1 Wohngemeinschaft


Wettbewerb

Architektur:
Mitarbeit:
Bauleitung:
Bild:

okai in COOP mit Arch. Thurner Werner


okai

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WB WA Velden Unterjeserz


Wohnanlage mit integrierter, betreuter Wohngemeinschaft in Velden_Jeserz

Intention der Wettbewerbsarbeit:
Grundgedanke des Entwurfes ist eine zeitgemäße Umsetzung einer Wohnbebauung, unter Bedachtnahme der Orientierung des leichten Südhanges.
Es soll eine identitätsstiftende Anlage entwickelt werden, in der Platz für ein Miteinander genauso dazugehört, wie der eigene, kleine Rückzugsbereich in Form von Terrasse, Balkon oder Garten!

Baukörperanordnung und Orientierung:  Punkt + Zeile
Die Wohnanlage gliedert sich in zwei Baukörper, die gestaffelt den Südhang nutzen.
Dabei werden die Baukörper um ein Geschoß versetzt am Hang situiert. Dadurch entsteht eine differenzierte Gliederung der Außenräume und eine optimale Orientierung der Wohnbereiche, die eine ideale Besonnung und schöne Blickachsen erhalten. Der Außenraum gliedert sich in zwei wesentliche Bereiche. Im Süden der Vorplatz zum Riegel über den die Wohngemeinschaft ebenerdig erschlossen wird.
Zwischen den Baukörpern über den zweiten ebenen Platz, der den Zugang, den Parkplatz und den Spielplatz für die 18 geplanten Wohnungen aufnimmt und als Treffpunkt fungiert. Dabei befinden sich im nördlichen Punkthaus im UG ausschließlich Nebenräume für die gesamte Anlage. Die Wohnungen werden im Punkthaus eine Ebene über dem Parkplatz situiert und erhalten so auch alle eine optimale Orientierung. Die Annäherung zur Wohnanlage über die westliche Aufschließungsstraße wird durch einen vorgelagerten Grünstreifen mit Bäumen und Sträuchern, weich und harmonisch erlebt.

Material:
Die Baukörper sollen eine horizontale Gliederung über die Fassadengestaltung erfahren. Dabei werden die massiven Deckenkonstruktionen mit hellen Putzstreifen betont. Im Kontrast dazu werden die Geschoße mit vertikalen Holzfassaden gegliedert. Dies beiden Materialien finden sich in der umliegenden ortsüblichen Bebauung wieder.
Der Materialwechsel, greift die ländliche Mischung zwischen Putzfassaden und Holzverschalungen auf und stattet so die Terrassen und Balkonbereiche mit weichen "Wohnfassaden" aus.

Erschließung:
Die Erschließung erfolgt über die westlich des Grundstückes gelegene Aufschließungsstraße. Die Parkflächen sind einerseits im Bereich zur Straße südlich des Riegels für die Besucher und die Angestellten des Wohnverbundes geplant und andererseits zwischen den beiden Baukörpern in der oberen Gartenebene angeordnet. Dort werden die 18 Wohnungsparkplätze angeordnet. Unter dem teilweise auskragenden Baukörper 02 sind sieben überdeckte Parklätze geplant. Direkt angrenzend sind die Parkflächen für 34 Fahrräder für beide Baukörper situiert. 

Funktionelle Aspekte:   
18 Wohnungen und eine Wohngemeinschaft

Im südlich gelegenen Baukörper 01 ist die Inklusion im Erdgeschoss angeordnet und zentral über einen südlich gelegenen Zugang (Windfang mit Garderobe) erreichbar.
Gesamt besteht die Inklusion aus 8 Einzelzimmern, 2 Wohnzimmern mit  Küchenbereichen, einem Pflegebad und 2 barrierefreie WC Anlagen und Duschen. Die statischen Wände und auch die Schächte sind so geplant, dass ein Umbau in 4 Wohnungen problemlos möglich ist.

Im Baukörper 01 befinden sich über der Inklusion in 2 Stockwerken jeweils 4 Wohnungen (8 Wohnungen), die durchgehende Balkonanlagen aufweisen. Neben dem Stiegenhaus ist ein barrierefreier Aufzug situiert, der alle Wohnungen und auch die Inklusion erschließt. 

Im Baukörper 02 sind auf 2 Stockwerken jeweils 5 Wohnungen (10 Wohnungen) geplant, die von einem mittigen Stiegenhaus aufgeschlossen sind. Der Zugang führt von den vorgelagerten Parkflächen über das Untergeschoss in das Stiegenhaus, das ebenfalls mit eine Barrierefreien Aufzug ausgestattet ist. Im Norden ist zusätzlich ein erdgeschossiger Eingang geplant.  Die 2 geplanten Baukörper sind durch transparente Stiegenhäuser mit Treppen und Aufzuganlagen aufgeschlossen. Die vorgelagerten Balkone sind durch das ausladende Dach überdeckt und durch transluzente, nicht raumhohe Glasscheiben optisch getrennt.

Die beiden Baukörper beinhalten insgesamt 18 Wohnungen und bei Umbau der Inklusion zusätzlich 4 Wohnungen. Sämtliche Wohnungsgrundrisse sind lt. Önorm 1600 barrierefrei nachrüstbar. 

Wettbewerb 2019 I 1. Preis


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