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SZ.L.N

Wettbewerblicher Dialog 2019 - 2020 | 1. Preis

2021 - 2024 | Lienz | Osttirol | Tirol

Bauaufgabe:
Auftrag:
Status:
Leistung:

Neustrukturierung Schulzentrum Lienz Nord
Wettbewerb
in Planung
Generalplanung

Architektur:
Mitarbeit:
Bauleitung:
Bild:

ARGE okai + projektCC
FP: Tagger, Staudacher, Thaler, Rosenfelder, Hasenbichler
BM Greiderer
okai

Neustrukturierung Schulzentrum Lienz Nord

ARGE okai & projektCC. Team I ARCHITEKTUR: Arch. Stefan Thalmann,  Arch. Harald Kloiber, Arch Christian Tabernig STATIK: DI Tagger Stephan  ELEKTROPL: Ing. Bernd Staudacher HKLS PL: Ing. Andreas Thaler BAUPHYSIK: DI Rosenfelder BRANDSCHUTZ: DI Hasenbichler / DI Hanschitz

MASTERPLAN. Allgemeine Kurzbeschreibung I Das Schulzentrum Lienz Nord mit seinen drei integrierten Schulen (Volksschule, Mittelschule und Polytechnische Schule) wird generalsaniert und im notwendigen Maße erweitert. Dabei wird sehr behutsam versucht, die vorhandene Bausubstanz optimal zu nutzen und mit möglichst sensiblen Eingriffen und Erweiterungen den erforderlichen Raumbedarf qualitätsvoll herzustellen.

MASTERPLAN. Leitidee I Die Grundidee bildet der symbiotische Gedanke eine maximale Funktionalität und Nutzbarkeit mit hoher Behaglichkeit für Schülerinnen und Lehrerinnen. Diese gilt es in Abhängigkeit der ökonomischen Rahmenbedingungen aus dem Bestand heraus im Innen- und Außenbereich zu schaffen. Die vorhandenen Potentiale werden analysiert und freigelegt, und mit einfachen Interventionen von Wandöffnungen und kleinen, logischen Volumenergänzungen des Baukörpers auf den Stand der Zeit gehoben. Entsprechende Raumqualitäten sind unserer Meinung nach genügend vorhanden – diese wollen wir nutzen.

MASTERPLAN. Charakteristik und Qualität der Nutzungsstruktur I Die bestehende Baukörperstruktur verbleibt gänzlich, die Nutzungsstruktur wird durch die fehlenden Räume und Funktionen ergänzt und erlangt dadurch eine neue Qualität, wobei die ursprüngliche Charakteristik lesbar bleibt und gewürdigt wird.

MASTERPLAN. Flexibilität des Entwurfes I Die beschränkten Freiheiten, welche der Bauplatz bietet sollen in Zukunft weiterhin bespielbar bleiben. Notwendigkeiten wie die Zufahrt der Rettungsorganisationen sind übergeordnet – werden aber in einen offen Begegnungsbereich integriert. So entsteht eine flexible Nutzbarkeit der Vorbereiche – eine Offenheit mit großer Verweilqualität. Die Schulhöfe werden völlig verkehrsbefreit und bieten alle Möglichkeiten der Freiraumnutzung – von der Freiklasse, Kräutergarten oder Spielbereich bis hin zu kleinen Sportflächen wäre alles möglich. Die Flexibilität im Gebäude verbleibt in gleichem Maße wie das bestehende Schul- und Raumgefüge jetzt neu angepasst wurde, d.h. Räume und Raumgruppen können auch weiterhin den sich verändernden pädagogischen Ansprüchen neu geordnet und adaptiert werden.

MASTERPLAN. Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit des Entwurfes I Der Entwurf setzt sich als eines seiner prioritären Ziele die Einhaltung der finanziellen  Gegebenheiten bei gleichzeitiger Maximierung der Zweckmäßigkeit. Die Reduktion an An- und Zubauten sind das Ergebnis dieser Vorgabe. Das Erkennen der vorhandenen Qualitäten und die bewusste Verfeinerung sowie Auffrischung waren für den Entwurf bestimmend.

VORENTWURF. Leitidee I Die bestehenden Schulgebäude beinhalten - wie unter Masterplan.Leitidee beschrieben - durchaus räumliche Qualitäten im Innen- und Außenbereich. Die fehlenden funktionalen Verbindungen und organisatorischen Neuerungen werden programmatisch entwickelt und um ein neues Zentrum angeordnet. Von diesem gemeinsamen Zentrum (Eingang Schule I Aula I Veranstaltungs- und Speisesaal…) aus werden die unterschiedlichen Schulen strikt und übersichtlich in sich als eigenständige Funktionsbereiche organisiert. Volksschule und NMS sind aber zusätzlich in jedem Geschoß miteinander verbunden. So besteht die Möglichkei, unterschiedlichste  Fachunterrichtsräume auch schulübergreifend nutzbar zu machen – ein hineinschnuppern der Kleinen zu den Großen schon früh zu ermöglichen. Auch wird die Verbindung in den Freibereich als Schulbereich verstärkt. Sowohl die Öffnung des Gemeinschaftsbereiches wie auch die verbesserte Anbindung der Höfe sind dem Ausdehnen des Lernens im Freien gewidmet. Freiklassen wären durchaus erwünscht, der Platz wird angeboten…

VORENTWURF. statisches und energetisches Konzept I Die sensiblen Eingriffe und die geschickt gewählten Raumverschiebungen bei maximaler Beibehaltung der Grundstruktur verlangen lediglich untergeordnete statische Adaptierungen - insofern wird keine neues statisches Konzept erforderlich. Der Zubau des Veranstaltungsraumes setzt völlig neu an und greift nicht in den tragenden Bestand. In diesem werden für die Raumerweiterung nur die Parapete im Mittelteil des Erdgeschoßes abgebrochen und - wenn im finanziellen Rahmen möglich - die Stützen verjüngt!  Der Zubau des Speisesaales erfolgt in einer Holz – Glas Konstruktion, die auf schlanken Stahlsäulen ruht. Energetisch sieht das Entwurfskonzept die thermische Aufwertung und Sanierung der Hüllflächen, sprich Erneuerung von Dach- und Fassadenaufbauten, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen vor  - wie im EA als Vorentwurf überprüft.

VORENTWURF. haustechnisches Konzept und Elektroinstallationen I Durch die Komplettsanierung der Schule Nord besteht die Möglichkeit die gebäudetechnischen Einrichtungen möglichst sinnvoll und kostenschonend an den Stand zeitgemäßer Schulgebäude anzupassen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich um keinen Neubau, sondern um eine Adaptierung des bestehenden Gebäudes handelt und dementsprechend muss auch die Machbarkeit und der finanzielle Aufwand für einzelne Maßnahmen beachtet werden. Auch für die E-Installationen gilt es, diese in einem möglichst wirtschaftlichen Rahmen an den Stand zeitgemäßer Schulgebäude an zu passen. Neben der Erneuerung der Verteileranlagen, dem zeitgemäßen Schutz wird auch auf die Beleuchtungsanlage besonderer Wert gelegt! Auch ist eine Nutzung der Sonnenenergie in Form einer PV Anlage zu überlegen, welche von uns in der Planung auf den großen Dachflächen vorgeschlagen wird.

VORENTWURF. Qualitäten und Materialien I Bei der Materialwahl wird grundsätzlich in Abstimmung mit der Auftraggeberin eine hohe Behaglichkeit für Schülerinnen und Lehrerinnen angestrebt, ohne dabei die Zweckmäßigkeit für die Verwendung und Nutzung bei gleichzeitiger Leistbarkeit zu vernachlässigen. Für diese Dialogphase sind nachstehende Materialien angedacht.

VORENTWURF. Fassadenkonzept I Die neue Fassade wird thermisch saniert. Zur Ausführung gelangt ein so genanntes Wärmedämmverbundsystem mit einer Stärke von 16cm plus Putz, welches über die bestehende Dämmung aufgebaut wird. Die Oberfläche, der Oberputz, wird sowohl in der Farbgebung als auch in der Putzstruktur schmutzunempfindlich  und in einem warmen, freundlichen Farbton gewählt. Die Fensterbänder, welche die Gebäudestruktur wesentlich mit bestimmen, werden aus Aluminium mit einer Oberfläche aus Alu Natur eloxiert angedacht - wie im Übrigen auch alle Portale und sonstigen öffenbaren Fassadenelemente. Der Sonnenschutz wir als Raffstore in Aluminium ausgeführt. Die Vordächer werden als leichte Dachkonstruktionen mit Holzuntersicht ausgeführt. Die Oberflächen sollen freundlich und einladend wirken.

VORENTWURF.Aussenanlage I  Der Vorplatz wird durch die Erschließungswege und die neuen, großen Grünflächen in Bewegungs- und Ruhezonen gegliedert. Die neuen Grünflächen ermöglichen es, mehr Schattenbäume zu pflanzen. Die Sitzstufen vor den Unterrichtsräumen im UG wurden durch flache, bepflanzte Böschungen ersetzt. Das Ankommen der Volksschüler erfolgt wieder ganz im Südwesten, nur werden sie nun über eine barrierefreie Rampe in das Erdgeschoß in die Garderoben geleitet.  Der Vorplatz vor dem Speisesaal wird gepflastert, um diesen Bereich klar zu entschleunigen und als erweiterte Gemeinschaftsfläche zu erkennen.